Baubericht Ripmax Dagger mit Funjet Ultra Antrieb

Vorgeschichte

Beim Funjet ultra hat uns zwar die Flugleistung begeistert, aber das Design und die Flugeigenschaften haben uns nie überzeug. So war er bei Start und Landung äusserst zickig und die kitschigen Decals überzeugten ebensowenig wie die Schaumstoffoberfläche.

Nach der letzten Bruchlandung, haben wir schliesslich die ganze Elektronik ausgebaut und den Schaumstoff entsorgt. Es ist ja oft so, dass diese Schaumwaffeln, für wenig Geld, sehr gute elektronische Komponenten enthalten. Deshalb macht es oftmals Sinn diese Teile für den Bau eines Holz ARF Bausatzes weiterzuverwenden.
In unserem Fall war es der Ripmax Dagger, welcher für ca. CHF 100.00 als wunderschönes, fertig bespanntes, Delta in holzbauweise daherkommt. Von Haus aus ist für diesen Flieger ein etwas schwächerer Antrieb vorgesehen, sodass wir sehr gespannt waren, ob der Ultra Antriebssatz passt und welche Flugleistungen daraus resultieren würden.

Fertiges Modell ohne Haube

Anleitung

Bausatz

Wie auf der Anleitung links zu sehen ist, besteht der Bausatz aus nur wenigen Teilen: Rumpf, Haube, 2 Flügel, 2 Seitenruder (nicht nagelenkt) und ein paar Kleinteilen, sowie Decals.

Die Qualität der Teile und der Anleitung sind absolut top! Die Anleitung ist 2 sprachig englisch / deutsch und in einwandfreiem 4 farben Druck auf Glanzpapier.

Die Ruderanlenkungen und der mitgelieferte Spinner gefallen nicht so gut, diese werden wir ersetzen.

 

Setup einpassen

Die gute Nachricht zuerst: Der Motor passt und sogar 2 der 4 Schraubenbohrungen im Motorspannt passen. Da der Motor hinter dem spannt sitzt, reicht uns das auch, um ihn mit 2 Schrauben und reichlich Logtite zu befestigen. Den Regler plazieren vorerst hinter dem nächsten Vertikalspannt. Für die Motorbefestigung werden längere M3 Schrauben, als im Ultra benötigt. Zum Glück finden sich einige M3x8mm in unserem Fundus. Später stellt sich heraus, dass beim Vertikalspannt die Flügelverbinder eingeschoben werden. dadurch verschiebt sich der Regler nach hinten und die Kabel zum Motor sind zu kurz. Bei dieser Gelgenheit drehen wir den Regler gleich um, sodass der Kühlkörper nach unten, zu der einströmenden Luft zeigt.

Galerie Setup Einbau:

Funjet ultra Motor
Sitzt, passt und hat Luft!

Motorbefestigung


Regleranschluss

Regeleranschluss verlängern
Fertig eingebaut


Propeller

Wie rechts im Bild zu sehen, macht sich der funjet Propeller, in der Grösse 6 x 5.5", optisch nicht sehr gut. Dazu kommt noch, dass der Propeller Mitnehmer zu kurz ist und sich deshalb nicht sicher auf der Motornabe befestigen lässt. Meine erste Idee war, den vorstehenden Rand von Rumpf weg zu dremeln. Nun mit zunehemendem Alter lernt man zum Glück radikale Ideen erst mal zu über-schlafen. Dank göttlicher Eingebung ging es dann einige Tage später nach Schöftland, um eine bessere Lösung, in Form einer längeren Propellernabe, zu finden. Bei dieser Gelegenheit wurde gleich noch ein schönerer Spinner und ein grösserer Propeller mit weniger Steigung (7 x 4) beschafft.

Funjet Propeller
Spinner funjet
Einkauf
Fertig eingebaut


Akkuschacht

Es folgt der grosse Wermutstropfen in diesem Projekt: Der Akkuschacht ist nur 38mm breit. Zudem ist das Akkubrett so zerbrechlich, dass es beim ersten herausnehmen des mit Klettstreifen festgemachten Akkus bricht. Tipp: Von Anfang an mit einer Klettschlaufe arbeiten, statt ein Klettband aufzukleben. Wir haben das Akkubrett entfernt und das Klettband direkt auf den Boden geklebt. weil der Rumpf so schmal ist, findet man nur schwer Akkus mit grösserer Kapazität, die hineinpassen zB. Black Magic 2700 (Hope). Vielleicht werde ich in einer späteren Phase den oberen Rand wegfeilen und dafür weiter unten, seitlich im Rumpf eine Verstärkung einharzen. Mit 2700 mAh schafft man ca 4.5 Min. Flugzeit.


Akkuschacht

Zusammenbau

Der Bausatz an und für sich bereitet keine Probleme. Wir haben lediglich die Plastik Gabelköpfe gegen welche aus Metall getauscht. Da viel Platz für die Servos vorhanden ist, haben wir 2 Standard Digitalservos aus einer geschrotteten Edge 540 von FMS eingebaut. Bei unserem Bausatz haben die Scharniere gefehlt. Wir heben welche von Kavan verbaut. Der Ripmax lässt sich leicht an 2 Abenden (Leim muss trocknen) montieren. Abfluggewicht: 865g! Der im Manual angegebene Schwerpunkt passt perfekt.

Flugerfahrungen

Der Dagger fliegt sich absolut problemlos. Start mit 3/4 Gas und nicht zu steil. Leider stellt sich mit der Zeit heraus, dass der Propeller bei der Landung gerne abbricht, dies obwohl Michael Bilderbuch Landungen hingelegt hat. Fürs erste haben wir beim China King mal 10 Propeller a CHF 2.00 bestellt, die endgültige Lösung wird aber wohl ein Klappropeller sein.

Video vom Erstflug

Fazit
Pro:
Contra:
Super Preis/Leistungsverhältnis
Rumpf zu schmal dadurch keine grossen Akkus möglich
Hohe Geschwindigkeit
Filigranes Akkubrett
Ueberragende Flugeigenschaften
Kurze Flugzeit
Holzbauweise
Kein Fahrwerk
Tolle Optik, Wow Effekt
Exakte Bauteile und einwandfreie Bespannung
NOTE 5-6
Sehr gute Anleitung  
Einfacher Zusammenbau  

Impressionen vom Zusammenbau